Wegweiser zum Kauf der optimalen Duschkabine

Worauf sollte ich beim Kauf einer Duschkabine achten?


Die Typenangabe der Duschkabine


Welcher Duschkabinentyp soll eingesetzt werden?

Duschkabinen für verschiedene Einbausituationen

Nach den unterschiedlichen Einbausituationen können die Duschkabinen wie folgt eingeteilt werden:
Der gängigste Typ ist die Kombination aus Seitenwand und Duschtür als Eckausführung (Eckdusche). Für beengte Raumsituationen sind sogenannte Duschkabinen mit Eckeinstieg erhältlich. Ebenfalls besonders für kleine Badezimmer sind Viertelkreis-Duschkabinen (Rundduschen) und Fünfeck-Duschkabinen geeignet. Nischenlösungen bzw. Duschtüren für Nischen werden in der Regel mit einer Duschtür bzw. einem festen Seitenteil mit Duschtür ausgestattet. Für großzügige Badezimmer eignen sich besonders Halbkreisduschen und U-Duschkabinen. Großzügige Walk in Duschzonen bieten bestmöglichen Komfort im täglichen Gebrauch, da das lästige Öffnen und Schließen der Tür gänzlich unterbleibt. Durch geschickte Anordnung der Duschwände wird frei begehbarer Weg in den Duschbereich geebnet bei dem das Badezimmer trotzdem vor Spritzwasser geschützt wird.
Einen besonderen Typus stellt die Duschkabine mit verkürztem Seitenteil dar. Sie wird immer dann benötigt, wenn eine Duschwanne direkt an die Badewanne grenzt. Dieser Situation begegnet man sehr häufig in schlauchförmigen Badezimmern. Das verkürzte Seitenteil der Duschabtrennung steht dann meistens mit der schmalen Seite der Badewanne in Verbindung. Auf diese Weise werden häufig unpraktische Nischen neben einer Wanne optimal ausgenutzt.

 

Überblick Duschkabinen nach Einbausituationen:


Duschtür mit Seitenwand     Duschkabine Eckeinstieg
Eckdusche                                                                                                                 Duschkabine Eckeinstieg

Fünfeckdusche     Runddusche
Fünfeckdusche                                                                                                       Runddusche

U-Duschkabine     Halbkreisdusche
U-Duschkabine                                                                                                       Halbkreisdusche

Duschtür Nische     Duschwand
Duschtür Nische                                                                                                      Duschwand

Duschtür mit Badewannenaufsatz     Badewannenfaltwand
Duschtür mit Badewannenaufsatz                                                                   Badewannenfaltwand

Walk in Dusche
Walk in Dusche


Wie werden die richtigen Maße ermittelt?


Zunächst ist es notwendig zwischen den einzelnen Maßangaben zu unterscheiden, weil jedem potentiellen Duschkabinen-Kaufinteressenten etliche unterschiedliche Maßbegriffe in seiner Planungsphase begegnen werden.

Standardmaße und Sonderanfertigungen

Die Abmessungen einer Duschkabine hängen zum einen von der Badezimmergröße und zum anderen vom Grundriss sowie der gesamtheitlichen Badplanung ab. In der Regel sind Duschbereiche von 90 x 90 cm ausreichend. Für ganz beengte Duschbereiche werden auch Maße bis 75 x 75 cm realisiert. Grundsätzlich sind der Planung des Duschbereichs größenmäßig kaum Grenzen gesetzt. Duschbereiche können als Standardmaß bis zu einem Maß von ca. 120 cm x 160 cm realisiert werden. Meistens werden dafür konfektionierte Duschwannen, auch Duschtassen genannt, verwendet. Ebenso sind geflieste Duschbereiche auf Spezialträgern meistens aus Hartschäumen, so genannte befliesbare Duschelemente eine beliebte Grundlage für Duschkabinen. Hier beziehen sich Standardmaße immer auf die Glasabtrennungen, denn selbstverständlich können frei geplante Duschbereiche jegliche Größe umfassen. Soll ein besonders voluminöser Bodenbereich oder ein Duschboden in einer ungewöhnlichen Form abgeschirmt werden, müssen auch die Glaswände und Türen der Duschabtrennung als Sonderanfertigung in Auftrag gegeben werden. Namhafte Hersteller halten hier ein beachtliches Größenspektrum mit unterschiedlichsten Designmöglichkeiten bereit.

Das Istmaß

Soll die Duschkabine für eine vorhandene Duschwanne angeschafft werden, so ist zu prüfen, ob die angebotene Duschkabine auf diese Duschwanne passt. Dazu ist zunächst zu ermitteln welche Istmaße bauseits vorliegen.
Bei eckigen Formaten wird jeweils die Länge bzw. die Breite von der gefliesten Wand bis zur Außenkante der Duschwanne gemessen. Diese ermittelten Istmaße werden anschließend mit den vom Hersteller angegebenen Wanneneinbaumaßen der Duschkabine verglichen. Stimmen die Ist-Maße mit dem angegebenen Intervall der Wanneneinbaumaße überein, so ist die Duschkabine geeignet. Wurden beispielsweise die Ränder einer 90x90 cm Duschwanne mit 3 cm dicken Natursteinen überfließt, so wird das Istmaß nach Einbau bei 87 x 87 cm liegen. Eine Duschkabine mit einem Wanneneinbaumaß von 86 bis 90 cm wäre für diese Einbausituation dennoch passend.

Das Nennmaß

Die Größentabellen von Duschabtrennungen sind meistens mit dem Bergriff von Nennmaßen überschrieben. Zu beachten ist, dass ein angegebenes Nennmaß einer Duschkabine nicht die exakte Produktgröße der Duschkabine angibt.
Beispiel: Eine Duschkabine mit einem Nennmaß  von 90x90 cm ist  in der Regel um ca.15 mm  kleiner, weil stets lediglich nur bis zur Außenkante des Profils bzw. Glases der Duschabtrennung gemessen wird. Dieses sogenannte Einrückmaß haben alle Standardduschkabinen. Eine Montage mit Einrückung der Duschkabine auf Duschwannen ist üblich, damit der Abtropfpunkt für das Spritzwasser weiter nach innen gelegt wird und somit die Dichtigkeit der Kabine erhöht wird.


Das Wanneneinbaumaß

Das Wanneneinbaumaß umfasst immer zwei Angaben. Die Toleranz zwischen diesen beiden Werten umfasst einen Toleranzbereich bei Duschkabinen der notwendig ist, um Maßunterschiede infolge schiefer Wände o.ä. durch unterschiedliches Einrücken der Glaswände in den Halt gebenden Profilen auszugleichen. Stimmt ein z.B. 90x90 cm gemessenes Ist-Maß mit dem angegebenen Intervall des Wanneneinbaumaßes überein, so ist die Duschkabine für Ihre Zwecke geeignet. Eine Duschkabine mit einem Wanneneinbaumaß von 86 bis 90 cm wäre für die Eingangsmaßangabe immer noch passend.

Das Einrückmaß

Bei allen Standardduschkabinen wird ein Einrückmaß angegeben. Eine Einrückung der Duschkabine auf Duschwannen hat einen technischen Grund. Auf diese Weise wird  das Abfließen des anfallenden Spritzwassers weit möglichst ins Innere der Duschwanne gelegt. Einrückmaße können recht unterschiedlich ausfallen und hängen nach der jeweiligen Bauweise einer Duschkabine ab.

Der Fliesenspiegel

Bei einer bodenebenen Montage sollte der Glasverlauf der Duschkabine genau auf den Duschbereich abgestimmt sein. Hierzu gibt es bei Standardduschkabinen sogenannte Fliesenpläne, die den Glasverlauf exakt angeben und nach denen der Fliesenleger präzise arbeiten kann. Ist der Duschbereich bereits fertig gefliest ist genau zu ermitteln, wo der Verlauf der Glasscheiben gewünscht wird. Als Orientierung ist das Maß bis Mitte bzw. Außenkante Glas anzugeben. Sind hierfür keine Standardduschkabinen erhältlich, so können diese auch gegen einen Aufpreis nach Maß gefertigt werden. Sollten Sie Zweifel haben, so füllen Sie zusammen mit Ihrem Fachhändler ein Aufmaßblatt aus, anhand dessen die Kompatibilität der gewünschten Duschkabine geprüft werden kann. Hier wird zudem abgefragt, ob die Wände lotrecht sind bzw. in welchem Ausmaß eine Abweichung von der Rechtwinkeligkeit besteht. Die Duschwanne bzw. der geflieste Duschbereich werden ebenfalls daraufhin geprüft, ob diese waagerecht sind. Anhand des Aufmaßes kann der Duschkabinen-Fachmann ersehen, ob eventuell Schräg- bzw. Ausschnitte an der Duschkabine nötig sind.
Ein spezielles Messverfahren stellt die Ermittlung des Radius bei Viertelkreis- und Halbkreis -  Duschkabinen dar. Sind Sie sich beim Aufmaß nicht sicher oder liegt eine sehr komplizierte bauliche Gegebenheit vor, so kann das Aufmaß auch an fachkundige Unternehmen gegen ein Entgelt vergeben werden.

Das Höhenmaß

Wie hoch soll die Duschkabine sein?
Je nach Serie und Hersteller kann die Höhe einer Duschkabine mit Höhen von 175 cm, 185 cm, 190 cm oder 200 cm als Standard geliefert werden. Empfohlen wird, falls es die baulichen Gegebenheiten zulassen, eine Mindesthöhe von 190 cm. Als kundenspezifische Anfertigung können manche Serien sogar mit einer Höhe von bis zu 220 cm angefertigt werden.

 


Der Einstieg


Werden besondere Ansprüche an die Türen der Duschkabine gestellt?


Bauliche Gegebenheiten können erzwingen Pendeltüren einzusetzen, die sowohl nach innen als auch nach außen geöffnet werden können, um evtl. Platzmangel auszugleichen.
Befinden sich in der Nähe der Duschtür Heizkörper, Schränke, WC oder Waschbecken, die das Öffnen einschränken, so gibt es die Möglichkeit Türen mit feststehenden seitlichen Nebenteilen oder Drehpunkttüren einzusetzen.
Besonders platzsparend sind Falttüren, die raumsparend komplett an die Wand eingeklappt werden können. Auch Schiebetüren sind bei beengten Raumverhältnissen sehr beliebt. Dreiteilige Schiebetüren haben gegenüber zweiteiligen den Vorteil, dass sie einen breiteren Einstieg bieten.


Die Pflege


Welche Duschkabinen sind besonders reinigungsfreundlich?

Duschkabinen sind als vollgerahmte, teilgerahmte und rahmenlose Varianten erhältlich. Je mehr Ecken und Kanten eine Duschkabine hat, umso pflegeintensiver ist das Produkt. Gerade bei vollgerahmten Schiebetüren können sich schnell Kalk- und Schmutzpartikel in den Profilecken ablagern. Diese Areale sind bei der Reinigung meist auch nur schwer zugänglich. Anders dagegen ist die rahmenlose Duschkabine aufgrund ihrer meist filigran gehaltenen Punkthalter und Scharniere wesentlich einfacher zu reinigen.
Glaswände mit Abperleffekt sind Stand der Technik. Diese Veredlungen werden je nach Methode aufgetragen, chemisch eingesiegelt oder sogar eingebrannt. Beschichtungen mit langer Garantiezeit sind hier vorzuziehen. Glasveredlungen nach dem Lotoseffekt sollen Verschmutzen entgegenwirken, indem das Abperlen von Schmutz- und Kalkpartikeln begünstigt wird.  
Glasdekore wie Chinchilla, Karree, matte Oberflächen durch Satinierung oder Verspiegelungen werden auf die Außenseiten der Duschkabinenwände aufgebracht. Auf diese Weise reduziert sich die optische Wahrnehmung von Verschmutzungen. Nachteil besonders in kleinen Badezimmern: Die Transparenz und leichte Anmutung der Duschwände wird leider gestört.
Kunststoffglas als Alternative zur Echtglaskabine ist in der Oberfläche weicher und daher wesentlich kratzempfindlicher. Mögliche statische Aufladungen des Kunststoffes können zudem zu erhöhten Schmutzanhaftungen führen. Deshalb werden die Kunststoffgläser fast im Tropfendesign o.ä. angeboten damit Kratzer und Anhaftungen weniger sichtbar sind. 

Welche Glasstärke und welche Glasart soll eingesetzt werden?

Alle im Markt erhältlichen Glasduschen müssen von Gesetz wegen mit Einscheiben-Sicherheitsglas ausgestattet werden, damit die Glasscheibe bei Beschädigung in viele kleine ungefährliche Teile zerspringt. Duschkabinen werden in der Regel in 5 mm, 6 mm, 8 mm und 10 mm angeboten. Preisgünstige Kabinen mit 5 mm Glasstärke erfüllen sicherlich ihre Funktion und sind durchaus empfehlenswert. Größere Türen und Glaswände sollten jedoch mit einer Mindestglasstärke von 6 mm ausgestattet werden. Stärkere Gläser sind wegen der höheren Materialintensität teurer, machen aber beim Gebrauch den solideren Eindruck. Beim Einsatz von 10 mm Gläsern kann bei bestimmten Modellen sogar auf die Halte-Stabilisatoren verzichtet werden.


Halte- und Funktionselemente


Wie sollten Scharniere und Profile einer Duschkabine beschaffen sein?

Hochwertige Scharniere und Halter sollten aus massivem Messing hergestellt werden und solide verchromt sein. Vom Einsatz von Druckgussteilen ist abzuraten, da diese eher brechen können. Aluminiumprofile sollten eloxiert bzw. farblich pulverbeschichtet werden. Wichtig ist die richtige Reinigung dieser Oberflächen, damit langfristige Freude garantiert ist. Die Gelenke der Aluminiumprofile sollten mit POM-Lagern ausgestattet werden, da diese hoch abriebfest sind und einen langen Gebrauch ermöglichen. Durch den Einsatz von Duschtüren mit Hebe-Senkmechanismus werden die unteren Wasserabweiser wie Dichtleisten geschont.

Welche Duschkabinenkonstruktion schützt besonders vor Spritzwasser?

Die vollgerahmte Duschkabine gewährleistet aufgrund der Konstruktion die höchste Dichtigkeit.  Bei den meisten anderen Modellen wird für den Türbereich eine Schwallleiste mitgeliefert. Dieses Halbrundprofil mit einer Höhe von ca. 6 – 10 mm wird als Wasserabweiser vor der Tür auf dem Rand der Duschwanne bzw. auf dem Boden angebracht. Somit wird austretendes Wasser unterhalb des Türschlitzes vermieden. Bei einigen Modellen kann die Montage der Schwallleiste auch unterbleiben. Zwar könnte die Dichtigkeit hierdurch reduziert werden, jedoch wäre der Türbereich dadurch völlig barrierefrei herzustellen.


Was muss die Duschkabine können?


Soll die Duschkabine noch weitere Funktionen erfüllen?

Dampfduschen können im weiteren Sinne auch als Duschkabinen verstanden werden. Bei solchen Komplettduschen sind alle Duscharmaturen, die Duschwanne und Zusatzfunktionen wie Dampf- und Lichttherapie bereits im Produkt vereint. Solche Wünsche müssen bei der Planung und Installation des Badezimmers bereits im Vorfeld geklärt werden. In bereits gefliesten Badezimmern lassen sich Dampfduschen nur mit erheblichen Aufwand integrieren.

Heimwerker oder Fachmontage?


Soll die Duschkabine mit Aufmaß und Montage gekauft werden?

Handwerklich versierte Menschen können das Aufmaß und die Montage einer Duschkabine sicherlich selbst vornehmen. Allerdings sollte man sich immer eines zweiten Helfers bedienen. Will man ganz sicher gehen, so ist Vergabe von Aufmaß und Montage an das Fachunternehmen die bessere Wahl. Auf diese Weise umgeht man jedes Risiko auf Kosten, die durch falsches Messen oder Montagefehler entstehen. Zusätzlich übernehmen beauftragte Fachleute ebenfalls sämtliche Anschlussarbeiten wie z.B. die notwendigen Versiegelungen der neuen Duschkabine.


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