Ratgeber Badewannenkauf

Auf was sollte ich beim Kauf einer Badewanne achten?


Technik, Wissen, Wohlstand, Verantwortungsbewusstsein und eine ständige Erweiterung an Informationen mit Transparenz und Hintergrund lassen uns unsere Kaufentscheidungen mehr und mehr hinterfragen. Dies umfasst mittlerweile das gesamte tägliche Leben. Gleichgültig, ob es die Karriere, die ökologische Lebensweise inkl. Ernährung, den Energieverbrauch oder die Wahl unseres Wohnortes und des Wohnobjektes betrifft - wir entscheiden bewusster nach reiflicher Abwägung von zahlreichen Sachberichten und Ratschlägen. Hart erarbeitete Anschaffungen sollen sich nicht am Ende als Fehlschlag entpuppen, sondern uns täglich entlasten und Freude bereiten.

Leider verhilft uns die Flut an Entscheidungshilfen, Ratgebern und Sachinformationen letztlich nicht immer zu einem leichteren Entschluss. Am besten beraten ist man wahrscheinlich, sich über einen jeweiligen Experten mit fundierter Sachkenntnis und kompetentem Fachwissen auszustatten.

Für eine Badewanne gibt es gleich mehrere Anlaufstellen, an denen man sich beraten lassen sollte. Zum einen werden viele Daten über Materialien, Maße und Preise benötigt, die entweder die örtlichen Sanitärhandlungen bereitstellen, oder die Fachhändler mit betreffenden Abhandlungen im Internet. Des weiteren gibt es bei der Installation einer Badewanne einiges an technischem Knowhow zu beachten. Hier ist handwerkliches Geschick von Nöten. Einen guten Klempner zu finden, bedarf ganz sicher einer zweiten Suche. Hat man das Glück alles in einer Person zu finden, braucht man „nur“ noch die Badewanne, die zu einem passt.

Wannentypen, Wannenformen, Wannenstandort


Die Freude über eine enorme Auswahl an Badewannen kann schnell zur Qual der Wahl werden, so vielfältig ist das Angebot des Marktes. Zunächst sollte der Stil feststehen. Hier wird für jeden Anspruch Geschmackvolles bereit gehalten.

Nostalgiefans kommen durch neu aufgelegte, alte Formen mit moderner Technik auf ihre Kosten. Da gibt es Badewannen, die sich auf Adlerklauen oder Löwenpranken in Szene setzen. Unterschiedliche Wandhöhen erinnern an Sitzbäder aus königlichen Häusern. Gezielte Fragen zu Stilrichtungen aus jeder Epoche können die Suche nach dem richtigen Wannenobjekt erleichtern. Eines ist gewiss: Völlig gleichgültig was man sucht, man könnte fast sagen, es gibt nichts, was es nicht gibt. Unser gut sortierter Badshop bietet eine bequeme Recherche zu jeder Tageszeit.

Ein breites Angebot beherrscht den Markt der modernen Klassiker. Hier wird das letztendliche Entscheidungskriterium die Wannengröße und der Standort sein.

Für die kreativen Individualisten im modischen Stil gibt es Badewannen ohne jeglichen Schnick Schnack in allen klaren Formen. Kreisrund, eiförmig, gradlinig eckig oder oval – alles ist in allen Größen erhältlich. Eine Raumsparwanne kaufen Sie bei schwierigen, beengten Platzverhältnissen.

Ovale Badewanne
Die ovale Badewanne könnte man als den Klassiker unter den Wannen bezeichnen, weil sich stets ein ovales Innenbecken in unserer Vorstellung zeigt, sobald man an eine Badewanne denkt. Das schlichte Oval beinhaltet auch sehr viele Vorteile. Da wären zunächst die vielen Möglichkeiten der Kombinierbarkeit zu nennen, denn eine ovale Badewanne passt zu jedem Stil. Weiterhin lässt sich beinahe jede Größe fertigen, sodass das kleine Bad ebenso ausgestattet werden kann, wie sich der Wunsch nach Badevergnügen zu zweit realisieren lässt. Hier zahlen sich zwei Rundungen zum Anlehnen und ein mittiger Ablauf aus. Ovale Badewannen können frei stehen, halb oder komplett eingebaut werden oder sich mit einer passenden Schürze in Szene setzen. Ob aus feinstem Sanitäracryl oder aus edlem Mineralguss, oval ist Spitze und bleibt Spitze. Eine Raumsparwanne kaufen Sie bei schwierigen, beengten Platzverhältnissen.

Runde Badewanne
Leider ist die runde Badewanne nicht für alle Badefreunde geeignet, weil sie den größten Anspruch an Raum einfordert. Kann man ihr den allerdings bieten, ist diese Wanne nicht nur geometrisch rund, sondern dann wird jedes Vollbad garantiert zu einer runden Sache. Ein Badezimmer mit einer Rundwanne verwandelt sich nahezu in einen elitären Wellnessbereich. Unterstreichen kann man diesen besonderen Badestil durch extravagante Einbauarten, wie z.B. das Einlassen des runden Beckens in den Boden oder als freistehendes Stilobjekt, das mit Sicherheit alle Blicke auf sich zieht. Für die Bequemlichkeit lassen sich namhafte Designer und Hersteller immer wieder neue Ausstattungsextras wie erhöhte Sitzplätze, Ablageflächen oder Ausformungen für mehrere Personen einfallen. Dann kann man auch in fröhlicher Runde baden...

Sechseck-Badewanne
Mit der Verwendung moderner Wannenmaterialien wie Acryl oder Mineralguss wurden auch die Wannenformen vielfältiger. Bei der sechseckigen Badewanne bezieht sich diese spezielle Geometrie fast immer auf die Außenkontur des Sanitärobjektes. Sie erinnert ein wenig an einen geschliffenen Edelstein und so wird sich die Wanne auch in ihrem künftigen Umfeld präsentieren. Die Sechseckform lässt sich wegen ihrer unterschiedlichen Geraden und Winkeln vielfältig einbauen oder ins Blickfeld rücken. Die Innenbecken können kantig ausfallen oder sich als klassisches Oval mit dem äußeren Gegenteil harmonisch verbinden. Sechseck-Badewannen werden in diversen Längen, Tiefen und Breiten gefertigt.

Achteck-Badewanne
Acht Ecken rund um ein Badebecken können sich sehr unterschiedlich verteilen. Die häufigste Form dieser Badewanne besteht aus zwei langen, sich gegenüberliegenden Geraden, an die sich jeweils endständig vier Ecken zu einem Kopf- und Fußteil einer Wanne miteinander verbinden. Jedoch findet man unter den Angeboten auch runde Innenbecken mit achteckiger Außenkontur oder Wannen in asymmetrischer Form mit Achteck-Umriss. So vielfältig gestaltet wird beinahe jede Achteck-Badewanne zu einem Unikat, genauso wie ein damit ausgestattetes Badezimmer.

Rechteck-Badewanne
Ein Rechteck ist gradlinig, ohne Schnick Schnack und zeigt keine Besonderheiten. So ähnlich, aber nicht bei Badewannen. Die Rechteckwanne zeigt sich zwar in ihrer Grundform immer gleich, jedoch bietet sie zahllose Möglichkeiten in den Abmessungen und den Innenbeckenformen. So können die Sitz- oder Liegeflächen kurz, lang, breit, rund, oval, tief, gestuft oder asymmetrisch ausfallen. Die Maße von Rechteckwannen bewegen sich zwischen extra groß und breit bis winzig klein für Minibäder. Eines aber hat jede Rechteckbadewanne immer: Höchsten Badekomfort für jeden Anspruch, inkl. der Ausstattung als Whirlwanne, der fast in jedem Badezimmer Platz findet.

Raumsparwanne
Wo Platz gespart werden muss, haben sich findige Designer eine Menge einfallen lassen. Z.B. kann man jede Menge Raum gewinnen ohne Komfort einbüßen zu müssen, wenn sich der Fußraum einer Wanne verjüngt. Übrigens kommt in dieser Kategorie der Badewannen auch der ökologische Aspekt nicht zu kurz. Bei verringertem Wannenvolumen wird automatisch auch der Wasserbedarf  gedrosselt. Charakteristisch für Raumsparwannen ist, dass diese fast immer asymmetrisch geformt sind. Diagonal gestellte Wannen können ebenfalls eine raumsparende Wirkung aufweisen. Hier kommen platzsparende Eckbadewannen zum Einsatz. Das zum Kopf- und Fußende spitz zulaufende Sechseck erweist sich oft als wahres Raumwunder. Muss die Wanne besonders kurz sein, könnte eine Sitzbadewanne ebenfalls eine gelungene Alternative sein.

Eckbadewannen
Eine Eckbadewanne macht immer etwas her. Elegante Badeecken gibt es in allen Größen und vielen Formen. Achteckig, rund oder mit speziell angelegten Zonen werden sie häufig zu einer maßgeschneiderten Wellnesszone. So kann zum Beispiel eine erhöht geformte Bank für Kinder und Erwachsene eine gemütliche Sitzposition ergeben. Ausgeformte Armlehnen und auf beiden Seiten und analog beschaffene Rückenlehnen bieten beidseitig komfortablen Liege- und Badekomfort. Wer genügend Platz zur Verfügung hat, wählt ein großzügiges Eckwannenmodell mit üppiger Schenkellänge für behaglichen Badespaß auch zu Zweit. In vielen Fällen hat eine Eckbadewanne gegenüber einer Rechteckwanne eine kürzere Liegefläche, ist dafür aber breiter.

Freistehende Wannen

Die frei im Badezimmer stehende Badewanne ist Ausdruck des neuen Wellness- und Entspannungszeitalters. Besonders in großen Räumen verleihen Solitärobjekte dem Bad einen Hauch von purem Luxus. Eine freistehende Badewanne kann in vielen Stilrichtungen erworben werden. Da gibt es die nostalgischen Klassiker auf prunkvollen Tierfüßen ebenso wie den Retro-Style, Landhausstil, Loft-Style oder das minimalistische Design. Dank moderner Produktionsmethoden und innovativer Materialien sind nahezu alle Formen von oval, rund, eckig und floralem Design herstellbar, ohne Einbußen in der Funktionalität der freistehenden Wanne hinnehmen zu müssen.

Das Material


Vorbei ist glücklicherweise die Zeit ein für alle mal, in der man einmal wöchentlich irgendwo in einem Raum eine Zinkwanne aufstellte, mühsam mit Eimern heißes und kaltes Wasser hinein schüttete, bis man endlich in beengten Verhältnissen seinen Körper irgendwie mit dem Badewasser mehr oder weniger in Verbindung bringen konnte. Viele Menschen erinnern sich jedoch noch gut an  derartige Verhältnisse. Zink war zu damals ein verhältnismäßig preiswertes und langlebiges Metall. Wegen seines relativ geringen spezifischen Gewichtes eignete sich dieser Werkstoff gut für die recht großen Wannen, die regelmäßig transportiert werden mussten. Da alle Metalle als gute Wärmeleiter bekannt sind, nutzte man den Vorteil bei Wannen aus Blech, die Innenflächen schnell zu temperieren. Allerdings wird die Wärme über die Außenflächen eines solchen Zubers auch ebenso schnell wieder abgegeben. Also entwickelte sich die Badekultur sehr bald in viele verschiedene Richtungen. Eine entscheidende war natürlich das Badezimmer als zusätzlichen Raum. Konnte die Wanne fest installiert stehen bleiben, durften die Materialien auch schwerer sein. Unterschiedliche Metalle wie Gusseisen, welches verwendet wurde als Badewannen ca. Ende des 19. Jahrhunderts zum ersten Mal in Massenproduktion gefertigt wurden, kamen zum Einsatz. Auch begannen die Gedanken über eine Wärmedämmung, die heutzutage in aller Regel über Wannenträger aus Styropor mit gleichzeitiger Schalldämmung ihren Dienst versehen.

Davor war jede Eisenbadewanne einmalige Handarbeit. So entstanden manchmal die kuriosesten Formen. Jedes Stück ein Unikat. So mancher Snob lässt sich dies heute mit neuartigen Trends und angesagten Newcomer–Materialien eine Menge kosten. Bis in die späten 1950er Jahre waren Badewannen aus Gusseisen der große Renner. Eingebrannte Emaille verhinderte Korrosion. Ein Vorteil von Gusseisen war eine hohe Wärmespeicherfähigkeit. Das Vollbad durfte nun auch ruhig etwas länger dauern. Nachteilig war allerdings das hohe Eigengewicht. Eine Badewanne aus Gusseisen kann ohne Weiteres ca. 500 kg wiegen. Also mussten die Wannen abspecken. Die Beschichtung hatte sich bewährt und wurde nun als  Stahlemaille in dünneren Wandungen von 1,5 – 3,5 mm verarbeitet. Badewannen dieser Art sind auch heute noch aktuell, wenn auch nicht mehr als häufigst gekaufter Sanitärartikel. Der größte Vorteil einer Stahlemaillewanne liegt in ihrer Haltbarkeit, die beinahe als unverwüstlich gilt. So ziemlich der einzige Feind jeder Emaille sind schwere Schlageinwirkungen, die die Schicht platzen lassen. Kratzer sind kaum ein Thema und Bakterien finden auf der glatten Oberfläche ebenfalls keinen Nistplatz.

Ein anderes Metall für Badewannen war die Kupfervariante. Natürlich heute viel zu kostspielig, denn Objekte aus dieser Zeit werden je nach Ausstattung zwischen 25.000,- und 37.000,- Euro gehandelt, weil diese auf kunstvolle Art und Weise vom Kupferschmied kreiert wurden.

Bereits im Mittelalter wurden Badewannen auch aus Holz gefertigt. Gewichtige Holzbottiche mit viel Fassungsvermögen bereiteten ihren Nutzern Badevergnügen. Holz als edler, natürlicher Werkstoff mit warmer, angenehmer Haptik kehrt inzwischen als attraktives Wannenelement in Badezimmern mit gehobener Ausstattung Dank neuer Verarbeitungsmöglichkeiten des Holzes, wie zum Beispiel Thermoholz, zurück.

Revolutioniert wurde die Wannentechnik etwa Anfang 70er Jahre. Das Sanitäracryl eroberte die Produktionsstätten. Ein leichtes Material, haltbar, hygienisch, komplett durchfärbbar, preisgünstig und für alle Designer die Verwirklichung großer Träume. Sanitäracryl verfügt über ausgezeichnete Formbarkeit und vorbei war das Wanneneinerlei. Standard wurden Badewannen in sämtlichen Größen, Farben und Formen. Sanitäracryl ist aus der Branche einfach nicht mehr weg zu denken. Kunststoffwannen sind viel leichter und preiswerter als Badewannen aus Metall. Der Werkstoff kam zur rechten Zeit, denn ein großer Bedarf an Altbausanierungen lies nun auch ausgefallenere Formen und Standorte in Bädern zu, die in die Jahre gekommen waren. Wegen des geringen Eigengewichtes muss man sich auch in ganz alten Häusern in der Regel um die Statik keine Sorgen machen. Beachtet man einige wenige Pflegehinweise, wie z.B. keine scharfen Reinigungsmittel, die zu Verfärbungen führen oder Scheuersand der Kratzer verursachen könnte, ist die Sanitäracrylwanne eine Anschaffung fürs Leben. Nimmt man das Angebot im Sanitäracrylsektor unter die Lupe, wird man große Preisunterschiede bemerken. Optisch können diese sich unter Umständen kaum bemerkbar machen. Doch Vorsicht, der gravierende Unterschied liegt in der Materialzusammensetzung und vor allem in den Wandstärken. Diese können sich im doppelten Massenbereich bewegen. Stärken zwischen 3 und 5 mm teils mit Glasfaserverstärkung sind gängige Angebotswerte mit guten Haltbarkeitsvoraussetzungen. Hilfreich bei der Auswahl können die Normbezeichnungen EN198 oder EN 263 für hochwertiges Sanitäracryl sein. Besonders beeinträchtigt wird bei einer zu geringen Acyrldicke die Festigkeit des Wannenbodens.

Veränderte Ansprüche an Stil und Style, der Wunsch nach Luxus und der Trend sich im Badezimmer nicht nur zu reinigen, sondern sich auch zu verwöhnen, ließen unsere Bäder zu den reinsten  Wellnesstempeln, bzw. fast zu zweiten Wohnzimmern werden. Eine freistehende Badewanne wurde so zum Inbegriff einer prunkvollen Badeinrichtung. Steht die Wanne aber frei im Raum, ist Stabilität das A&O. Die Wannen mussten dafür also wieder etwas gewichtiger werden. Soll die Wanne jedoch zum Blickpunkt des Badezimmers aufsteigen, darf selbstverständlich das Design und damit die individuelle Formgebung unter keinen Umständen leiden. So fand der Mineralguss Einzug in die Badewannenkultur. Mineralguss ist ein Werkstoff, der aus mineralischen Füllstoffen wie Quarzkies, Quarzsand und Gesteinsmehl und einem geringen Anteil Epoxid-Binder besteht. Das Material wird gemischt und je nach Fertigungsverfahren als homogene Masse kalt in Gießformen aus Holz, Stahl oder Kunststoff vergossen. Während des Gießvorgangs wird die Gießform gerüttelt, um das Materialgemisch zu verdichten und zu entlüften. Nach wenigen Stunden ist das Produkt montagefertig. Mineralguss wird auch als Polymerbeton oder Reaktionsharzbeton bezeichnet.  Englische Fachbegriffe heißen „mineral casting", „polymer concrete" oder „epoxy granite". Das Fertigungsverfahren zur Herstellung von Mineralguss heißt dem Werkstoff entsprechend ebenfalls Mineralguss.

Badewannen aus diesem Material verfügen über eine Reihe von positiven Eigenschaften, die den höheren Preis durchaus rechtfertigen. Wer einmal seine Hände über die seidenweiche und dennoch stabile Oberfläche gleiten ließ, wird immer von einer solchen Wanne träumen. Allein der edle, mattierte Glanz vermittelt einen Hauch von Luxus. Besonders günstige thermische Eigenschaften von Mineralguss aus der Sanitärartikelherstellung halten das Badewasser sehr lange auf Temperatur. Kurz: Mineralguss ist der Werkstoff in Badezimmern von Individualisten mit höheren Wertansprüchen. Mineralguss kann man sogar mit eigenen, gemalten Kunstwerken veredeln. Auch sind Mineralguss keinesfalls nur als freistehende Modelle erhältlich. Einen winzigen Wermutstropfen hat allerdings auch dieses wertvolle Material. Man sollte keinesfalls die Rücksprache mit seinem Statiker nicht vergessen, weil eine gefüllte Mineralgusswanne je nach Größe nicht selten bis zu einer Tonne Gewicht auf die Waage bringen kann. Auch sollte man ein solches kostbares Badmöbel pfleglich behandeln. Kratzige Reiniger oder Mittel auf Nitrobasis mag die Diwa unter den Badewannen überhaupt nicht.

Natürlich sind der Fantasie von Wannenformen aus ungewöhnlichen Materialien heute kaum noch Grenzen gesetzt. Dabei handelt es sich aber keines Falls um Massenware. Doch steht Individualität immer öfter auf der Wunschliste bei den Einrichtungsgegenständen sehr weit oben. Nicht immer ist sie unerschwinglich, allerdings auch nur selten kostengünstig. Z.B. werden zunehmend gern Waschbecken und Wannen in Steinoptik integriert. Dabei können Badewannen aus Beton gegossen oder aus Natursteinen gemeißelt sein. Die Oberflächen werden in beiden Fällen so glatt poliert, dass sie dem Mineralguss, einer emaillierten oder einer Sanitäracrylwanne nichts nachstehen.

Ist die Entscheidung für das passende Material einmal gefallen, sollte man nicht vergessen einmal zu hinterfragen, wer die Nutzer sein werden. Nicht immer ist glatt und seidig das Kriterium. In Verbindung mit Wasser kann jeder Wannengang schnell zu einer Rutschpartie werden. Besonders ältere Menschen oder Familien mit Kindern sollten sich nach dem Grad der Rutschfestigkeit erkundigen. Die Industrie für Sanitärobjekte hält Erstaunliches bereit, um Unfälle zu vermeiden.
Ferner könnten lieb gewordene Rituale die Auswahl des Materials beeinträchtigen. Die meisten Wannenmaterialien sind farb- und säurebeständig. Doch gesundheitliche Beschwerden erfordern manchmal auch Badezusätze, die durchaus Eigenschaften besitzen können, verschiedene Kunststoffzusätze anzugreifen oder zu verfärben. Kein Wannenhändler kann an alles denken, keine noch so gute Produktbeschreibung kennt jeden Nutzer. Jedoch kennt jeder potentielle Wannenkäufer seine ureigensten Gewohnheiten und Ansprüche. Informationsvielfalt zahlt sich auf allen Seiten des Handels aus.

Die Abmessungen


Eine Badewanne muss so groß sein, dass man bequem baden kann - Punkt. Wenn es denn mal so einfach wäre...

Zunächst sollte das Außenmaß festliegen, denn jeder Raum ist anders. Plant man ein neues Bad, ist man in Standort und Größe evtl. noch recht flexibel. Modernisiert man, können Einschränkungen wegen des Wasserzu- oder -ablaufes schon recht massiv ausfallen. Vielleicht passt schon deshalb lediglich eine Raumsparwanne. Zum Glück ist das Spektrum der Wannenmaße beinahe unerschöpflich. Schmälern die Abmessungen des Badezimmers die Kriterien der Wannengröße nicht, kann man sich getrost vom Innenmaß leiten lassen. Dabei sollte man sich aber grundsätzlich vergegenwärtigen, dass es Designvariationen gibt, die sich als wahre Volumenfresser entpuppen. Sehr schräg zulaufende Wände lassen eine Badewanne unter Umständen sehr chic aussehen, können die Liegefläche auf dem Wannenboden im Vergleich zur Draufsicht aber fast halbieren.

Des Weiteren sollte man sich darüber klar werden, was die Wanne alles können muss. Vielleicht wird öfter in der Wanne geduscht, als gebadet. Es gibt eine Reihe von Wannenmodellen, die mit einer eingearbeiteten Duschzone oder mit speziellen Komfortelementen für Kinder und älteren Menschen aufwarten können. Außerdem muss unbedingt die dritte Dimension beachtet werden. Nach Länge und Breite, spielt die Höhe eine wesentliche Rolle. Dabei sollte nicht nur die Kopfhöhe bedacht werden (viele Badezimmer schräge Wände!), sondern ebenso die Einstiegshöhe. Außerdem könnte ein notwendiger Badewannenaufsatz wiederum die Abmessungen der Badewanne stark beeinflussen. Nicht vergessen: Ganz wichtig ist der Platz im Raum zum Ein- und Aussteigen. Bitte unbedingt auf einen sicheren Stand achten! Vielleicht ist dafür z.B. eine Wand für einen Wannengriff von Nöten!?

Ein paar Standardmaße oder nützliche Eckdaten:

Eine Standard-Badewanne ist innen 153 cm lang und 75 cm breit und braucht eine Stellfläche von 170 x 85 cm. Häufig reicht der vorgegebene Raum dafür jedoch schon nicht aus. Eine Wanne ist optimal, wenn Sie bis zum Hals eintauchen können und Ihre Schultern schmaler sind als die Innenbreite der Wanne. Um die richtige Wahl zu treffen, ist es also notwendig auch die Benutzer zu vermessen. Leseratten sind gut beraten auf eine eingebaute Kopf- und Nackenstütze zu achten.

Beim Wunsch nach einer Doppelwanne sollten folgende Maße beachtet werden: Erst eine Länge von 185 cm eine Breite zwischen 100 und 120 cm bietet bequemen Raum für zwei Personen.

Bedenken sollte man bei der Wannenplanung auch allerlei technisches und optisches Beiwerk. Für Raffinessen, wie Sprudeldüsen, Unterwassermusik oder farbige Lichteffekte dürfen Stromanschlüsse nicht vergessen werden. Beachten sollte man auch beim Einsatz von elektrischen Elementen, dass diese der neusten, energiesparenden Generation angehören und fachgerecht installiert werden. Hohe Sicherheitsrichtlinien müssen gerade im Bad eingehalten werden. Wasser und Strom sind nicht in jedem Fall ein ideales Paar. Je nachdem wo z.B. welche Leuchte platziert wird, müssen bestimmte Vorschriften beachtet werden. Das Bad gilt als Feuchtraum. Leuchten, die in unmittelbarer Nähe zu Dusche, Badewanne oder Waschtisch angebracht sind, müssen spezielle Anforderungen erfüllen, weil bei ihnen die Möglichkeit besteht mit Spritzwasser in Berührung zu kommen. Hier ist die sogenannte Schutzart wichtig. Diese gibt an, für welche Umgebungsbedingungen elektrische Geräte geeignet sind. Sie besteht aus den Buchstaben IP (Ingress Protection) und zwei Ziffern. Je höher diese Zahlen sind, desto höher ist der Sicherheitswert. Für Bäder geeignete Leuchten tragen häufig die Bezeichnung IP44.

Es rentiert sich ganz sicher, über gewisse Extras in Ruhe vor dem Wannenkauf zu entscheiden, weil sich Whirlsysteme oder Wannenbeleuchtungen nur sehr schwer nachrüsten lassen.

Wird eine Badewanne eingebaut, sollte die Verkleidung als individuelles Blendwerk oder als konfektionierte Wannenschürze vor dem Kauf feststehen. Für viele Badewannen sind Acryl-Schürzen in den entsprechenden Wannenfarben erhältlich. Die Badewanne kann dann im gefliesten Badezimmer auf Wannenfüßen bzw. auf einem Untergestell montiert werden. Anschließend wird die Wannenschürze mit speziellen Klammern unter den Wannenrand geklipst. Ein aufwendiges Verfliesen der Badewannenseiten ist nicht mehr erforderlich. Zudem können die Wannenrandarmaturen sowie Ab- und Überlaufventile bei einfacher Demontage der Schürze problemlos gewartet werden.
Alternativ können schon fertige Träger aus Hartschaum als Unterkonstruktion für die Badewanne dienen. Aufwendige Unterkonstruktionen durch Untermauern bzw. Trockenbauwände entfallen. Die Wanne kann sofort auf dem Wannenträger verfliest werden. Hartschaumwannenträger haben sich aus statischen Gründen besonders bei Holzdecken bewährt, da hier eine gleichmäßige Lastenverteilung über die ganze Fläche erfolgt.

 

Das Wasser und die Wannenarmturen


Das wichtigste neben der Wanne ist natürlich das Wasser. Beim Kauf der Badewanne sollte deshalb die Armatur für die Befüllung den selben Planungsstellenwert haben, wie die Wanne selbst. Nicht selten wirkt eine edle Armatur wie das Tüpfelchen auf den I in der Badezimmereinrichtung. Selbstverständlich richtet sich der Armaturenstil nach dem Gesamtambiente. Oft gibt allein die Oberfläche bereits den Ausschlag für den richtigen Kick. Glänzender Chrom hat sehr viele Vorteile, denn er ist pflegeleicht und sieht immer adrett aus. Matt gebürstet büßt eine Chromarmatur aber nichts an Eleganz ein. Wertvoller Edelstahl kann in dieser Designkategorie übrigens eine vollkommene Alternative darstellen. Des weiteren stehen je nach Wunsch vergoldete, Kupfer-, antike Nickel-, weiße, schwarze oder bronzene Oberflächen zur Wahl. Doch bei dieser Vielfalt handelt es sich eigentlich ja „nur“ um das Äußere.

Die Wandarmatur


Die Wandarmatur gilt als klassisch, preisgünstig und pflegeleicht. Alles Attribute, die ein wenig mittelmäßig klingen, oder? Doch tut man den meisten Wandarmaturen ganz sicher damit unrecht, weil es unter ihnen wahre Schmuckstücke gibt. Jedoch gibt es doch auch stets ein Preiskriterium und da können nun mal viele Wandarmaturen punkten. Außerdem steht man bei den Klassikern unter den Armaturen, gleichgültig ob Auf- oder Unterputz, mit oder ohne Thermostat, Ein- oder bis
Fünfwege – Mechanismus immer auf der richtigen Seite.

Die Wannenrandarmatur

Eine Wannenrandarmatur präsentiert sich immer aufgeräumt, chic und als eine kleine Besonderheit. Neben dem Wasserauslauf reihen sich bis zu insgesamt fünf Armaturenelemente als glänzende Kleinode auf. Mit einem Griff kann man in der Wanne sitzend, sich schnell mal der benötigten Handbrause bedienen. Eine Wannenrandarmatur ist also ebenso praktisch wie schön.

Die Standarmatur

Zum Edelobjekt freistehende Badewanne gehört natürlich auch das passende Beiwerk. Viel Metall schmückt eine Standarmatur aus der das Wasser den Weg in die Badewanne findet. Es überrascht wirklich, in wie vielen unterschiedlichen Gestalten die immer gleiche Technik das Badewasser aus der Tiefe des Fußbodens über den Wannenrand ins Wanneninnere befördert. Standarmaturen verfügen über die selbe Vielfalt an Oberflächen und Stilrichtungen wie jede andere Wannenarmaturenart.

Armaturentechnik und Materialien

Neue Wege im Design der Armaturentechnik lassen immer wieder erstaunliche Neuerungen den Markt erreichen. Wasser strömt nicht mehr nur aus einem geschlossenen Rohr, sondern findet mittlerweile z.B. auch als plätschernder Wasserfall seinen Weg in die Badewannen. Das Befüllen einer Wanne wird auf diese Weise bereits zum ersten Teil eines entspannenden Vollbades.
Um das Wasser in gewünschter Temperatur zu nutzen, hat man die Wahl zwischen einem modernen Einhebelmechanismus, einer charmanten Zweigriff-Mischtechnik (z.B. bei handlichen Kreuzgriffen) oder seltener auch über Drehregler, bzw. Sensoren gesteuerter Mechanik. Allen Techniken seiner gewählten Armatur kann man in jedem Fall vertrauen, denn die Bestandteile einer Wannenarmatur sind durch und durch geprüft. In der Regel bestehen hochwertige Armaturen aus massiven Messing, das sich in der gewünschten Oberfläche perfekt veredeln lässt. Die mechanischen Teile einer Armatur zeichnen sich durch eine hohe Haltbarkeit aus, weil sie je nach ihrer Aufgabe entweder ebenfalls aus Vollmetall, Keramik oder hochwertigen Kunststoffen eingesetzt werden.


Fazit


Die ideale Badewanne wird man wahrscheinlich erst finden, wenn man seine eigenen Ansprüche kennt. Ohne Daten zu sammeln geht es nicht. Auf der Suche nach der Wanne, die letztendlich täglich neue Freude bereiten kann scheint wie so oft der Weg das Ziel zu sein. Die Belohnung für alle Bemühungen ist allerdings fürstlich: Entspannung in der richtigen Badewanne so oft man will.

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